Warum sind Gute-Nacht-Geschichten für Kinder wichtig?

Erinnerst Du Dich? Es war doch immer das Schönste, wenn unsere Eltern uns abends vor dem Einschlafen noch eine Gute-Nacht-Geschichte vorlasen. Es gab nichts Besseres als Kind, den Tag so ausklingen zu lassen und mit Mamas oder Papas Stimme langsam in die Welt der Träume zu entschwinden. Allerdings verliert in Zeiten von Computern, Fernsehen und Mobiltelefonen die gute alte Vorlesegeschichte leider immer mehr an Bedeutung. Warum Du Deinen Kindern aber trotzdem vor dem Einschlafen eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen solltest, verraten wir Dir hier:

6 Gründe, warum Gute-Nacht-Geschichten wichtig sind

Grund Nr.

1

Gemeinsame Kuschelzeit

Wenn Die Welt abends langsam ruhiger wird und der Mond den Nachthimmel erleuchtet gibt es doch nichts Schöneres, als diesen Moment mit unseren Liebsten zu verbringen. Eine gemeinsame Geschichte am Abend kann die Bindung zwischen Eltern und Kindern weiter stärken. Die Kinder bekommen Deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Es gibt ihnen Zeit mit Dir zu kuscheln, mit Dir zu reden oder Fragen zu stellen. Ein abendliches Ritual kann Kindern Sicherheit geben und so können auch sehr lebhafte Kinder sich langsam entspannen und zum Klang Deiner Stimme einschlummern.

Grund Nr.

2

Empathie fördern

Viele Vorlesegeschichten greifen Situationen aus dem Lebensalltag eines Kindes auf. Das hilft Kindern, sich in viele unterschiedliche Rollen hineinzuversetzen. Die vereinfacht dargestellten Konflikte in Büchern zeigen schon Kleinkindern, wie man Streitigkeiten besser schlichten kann. Durch die verschiedenen Charaktere in den Geschichten wird die allgemeine Empathie geschult und macht Dein Kind zu einem einfühlsameren Menschen. Außerdem können Geschichten ihnen zeigen, dass es nicht schlimm ist, anders zu sein und das jeder Mensch seine Stärken und Schwächen hat. Das stärkt ihr Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Grund Nr.

3

Sprachkompetenz und Wortschatz

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, entwickeln meist schneller einen größeren Wortschatz und Kleinkinder fangen früher an zu sprechen. Sie lernen durch die Gute-Nacht-Geschichten eher ihre eigenen Gedanken in Worte zu fassen. Vor allem Vorlesen im Kleinkind-Alter oder schon als Baby zeigt große Effekte, da sich das Gehirn in dieser Zeit am stärksten entwickelt. Durch das viele Vorlesen fällt den Kindern auch die Betonung und die Aussprache wesentlich leichter.

Gerade Gute-Nacht-Geschichten in Reimform machen Kindern sehr viel Spaß, wie bei "Wenn kleine Tiere müde sind: Erste Reime für die gute Nacht" von Sabine Cuno und Ana Weller. Wie die kleinen Tiere des Waldes können auch Deine Kinder zum rhythmischen Klang der Reime langsam ins Land der Träume sinken.

Grund Nr.

4

Fantasie

Geschichten, Märchen und Kinderbücher vorgelesen zu bekommen, regt die Fantasie auch abseits der Gute-Nacht-Geschichten an. Erzählungen von Prinzen, Prinzessinnen, Drachen und großen Abenteuern lassen Kinder träumen, sie malen sich die Figuren aus und spinnen ein Netz aus Gedanken. Aber auch realitätsnähere Vorlesegeschichten lassen die Vorstellungskraft wachsen. Es werden sich zum Beispiel weitere eigene Geschichten zu den Figuren aus den Büchern ausgedacht. Vorlese-Geschichten unterstützen aber nicht nur die Kreativität, sondern auch logisches Denken und das Erinnerungsvermögen.

Grund Nr.

5

Schlau durch Gutenachtgeschichten

Gute-Nacht-Geschichten sind schön, haben aber auch eine großartige Auswirkung auf die kognitive Entwicklung Deines Kindes. Sie lernen ungemein viel durch das Ritual für eine gute Nacht. Schon Kinderbücher sind gespickt mit Informationen über so viele unterschiedliche Themen. Mal mit höherer, Mal mit etwas niedrigerer Informationsdichte bringen Vorlesegeschichten Kindern Moral und Werte bei, aber auch etwas banalere Sachen wie "Was fressen Bären, Eichhörnchen oder Füchse". Wenn Erwachsene ihren Kindern oft aus Büchern vorlesen, legt das den Grundstein, dass aus den Kindern richtige Bücherwürmer werden und Wissen nur so aufsaugen.

Grund Nr.

6

Routinen erleichtern das Einschlafen

Routinen machen nicht nur uns Erwachsenen das Leben leichter, sondern auch unseren lieben Kleinen. Kinder brauchen Routinen und Abläufe, um sich im Alltag zurecht zu finden. Eine wunderschöne Idee ist das Integrieren der Gute-Nacht-Geschichte als festes Ritual bevor es zu Bett geht. Ein immer wiederkehrender Ablauf ermöglicht es den Kindern schneller den Weg in den Schlaf zu finden und nach einer erholsamen Nacht mit neuer Energie aufzuwachen. Feste Abläufe stärken das Vertrauen der Kinder in seine Eltern und gibt ihnen einen Rahmen, in dem sie ganz genau wissen, was passiert. Ein Kind, das sich sicher und geborgen fühlt, schläft leichter und schneller ein, als wenn es jeden Abend abwarten muss, wie die Einschlafzeit gestaltet wird.

Keine Zeit für Gute-Nacht-Geschichten?

Wenn ein oder sogar beide Elternteile den ganzen Tag arbeiten, fehlt am Abend oftmals die Muße, dem Kind noch etwas aus seinem Lieblingsbuch vorzutragen. Liebster Papa, liebste Mama: auch wenn Dein Tag lang und anstrengend war, nimm Dir die kurze Zeit mit Deinem Kind und lies ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vor. Diese kann auch ruhig eine kurze Gute-Nacht-Geschichte sein. Ihr müsst nicht zusammen an einem Abend einen ganzen Roman lesen. Du wirst sehen, dass das Einschlafen Deinen Kindern viel einfacher fällt, wenn Du ihnen eine klitzekleine Gutenachtgeschichte erzählst. Das entspanntere Einschlafen ist nicht nur gut für Deine Kinder, auch Du wirst nach nur kurzer Eingewöhnungsphase merken, dass Du den Tag besser ausklingen lassen kannst.